close suche flaechen instagram weblink architektur auftraggeber fertigstellung nutzung ArrowUp ArrowDown ArrowLeft ArrowRight fullscreen arrow-link download facebook linkedin menu message mypassion myplace myrestaurant overview phone profil xing

Jede Kilowattstunde zählt by Marc Bätschmann

Eine bevorstehende, mögliche Strommangellage ist zurzeit in aller Munde. Wir fassen zusammen, was Grossverbraucher tun können, um der Krise entgegenzuwirken.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz weist eine nationale Strommangellage zurzeit als «Top-Risiko» aus. Nicht nur die Medien haben reagiert – kaum ein Tag an dem nicht über das Thema informiert wird. Der Tenor aller Berichte, Analysen und Debatten: Am besten beginnen wir sofort, Strom zu sparen, denn jede Kilowattstunde zählt. Die Sparappelle des Bundes nehmen die Bevölkerung und das Gewerbe in die Pflicht. Mit einfachen Mitteln können wir einer Strommangellage entgegenwirken. Die Tend AG unterstützt Grossverbraucher mit einem Massnahmenprogramm und leistet damit einen wichtigen Beitrag. 

So lenkt der Bund den Verbrauch bei einer Mangellage 

Eine der Ursachen für eine Strommangellage, also eines Ungleichgewichts von Stromangebot und -nachfrage, sind klimabedingte geringe Niederschläge. Die daraus resultierenden tiefen Wasserstände in den Stauseen können zu einer eingeschränkten inländischen Stromproduktion führen. Kann dieser Strommangel nicht oder nur beschränkt durch Importe aus dem Ausland kompensiert werden, aktiviert der Bund – verantwortlich für die Versorgungssicherheit der Schweiz im Krisenfall – die Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen OSTRAL. Folgendes Programm zur Reduzierung des Stromverbrauches kommt dann zum Einsatz: 

  1. Die gesamte Bevölkerung und das Gewerbe werden aufgerufen, freiwillig Strom zu sparen.  

  1. Der Betrieb von energieintensiven Geräten und Einrichtungen, wie beispielsweise Beleuchtungen zu Werbezwecken, Schwimmbäder, Rolltreppen oder Komfortheizungen im Aussenbereich, werden verboten. 

  1. Alle Grossverbraucher werden verpflichtet, eine bestimmte Strommenge einzusparen. 

Mit diesen drei Schritten wird es möglich sein, bis zu 30 Prozent des Stroms einzusparen und damit die Mangellage zu entschärfen. Für den Notfall gibt es aber noch eine vierte Stufe: Für einzelne Bereiche eines Verteilnetzgebiets wird die Stromversorgung jeweils für mehrere Stunden unterbrochen. Die Unterbrechungen finden rotierend statt und betreffen alle Bereiche des Verteilnetzes gleichermassen. Netzabschaltungen dienen als «Ultima Ratio» und sollen nach Möglichkeit vermieden werden. 

Grossverbraucher sind gefordert 

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer gesicherten Stromversorgung wurde bereits getan, der Bundesrat hat die Bevölkerung und das Gewerbe aufgefordert, Strom zu sparen. Viele Schaufenster liegen am Wochenende bereits im Dunkeln. Und auch die Weihnachtsbeleuchtung wird dieses Jahr vielerorts dürftiger ausfallen oder ganz erlöschen. Sicher ist, das Shopping wird in diesem Winter anders aussehen. Doch damit ist der Prävention noch nicht Genüge getan. Allen Grossverbrauchern, das heisst Betrieben mit einem Elektrizitätsverbrauch von mehr als 100 MWh, wozu vor allem auch das produzierende Gewerbe zählt,  wird vorausschauendes Handeln und eine gute Vorbereitung auf eine mögliche Verbrauchseinschränkung empfohlen. Das bedeutet, nun müssen die Grundlagen geschaffen werden, um gegebenenfalls rasche Entscheide treffen zu können. So sind in den Betrieben die  Geräte und Anlagen zu eruieren, die einen hohen Strombedarf haben und das Sparpotenzial abzuschätzen, wenn sie abstellt oder in der Leistung bzw. Betriebszeit eingeschränkt werden. Dies mit möglichst geringen Einschränkungen beim Komfort für die Kunden und der Geschäftstätigkeit, wie beispielsweise durch reduzierte Öffnungszeiten. 

Das tut die Tend AG 

Als Spezialisten für Gebäudetechnik und Energieberatung wissen wir, welche Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen und welche Stromsparmassnahmen sich ohne Betriebseinschränkungen auszahlen. Deshalb unterstützen wir Grossverbraucher, diese Grundlagen rasch und gezielt aufzubereiten: Wir klären die individuellen Möglichkeiten der Verbrauchsreduktion und notwendigen Vorbereitungsschritte zur Umsetzung der Massnahmen. Dabei bedienen wir uns der Grundlagendokumentation, die möglicherweise durch den technischen Betrieb bereits aufgearbeitet ist. So ist es lediglich notwendig, die Grundlagen zu verifizieren, in einem Workshop gemeinsam zu bündeln und priorisieren. Sollten die Grundlagen schlecht dokumentiert oder nicht vorhanden sein, nehmen wir eine Analyse am Standort vor. Unsere Expertise dient aber nicht zur Vorbereitung auf eine mögliche kurzfristige Verbrauchseinschränkung, sondern sie kann gleichzeitig auch zur langfristigen Betriebsoptimierung ohne Komforteinbusse genutzt werden. Massnahmen, welche die Geschäftstätigkeit nicht einschränken, wie zum Beispiel die korrekte Einstellung der Heizkurve und -grenze, die optimierte Einstellung der geförderten Lüftungsmengen oder das Ersetzen der Leuchtmittel mit LEDs zahlen sich dauerhaft aus. Denn es ist absehbar, dass die Strompreise zukünftig weiter steigen werden.

Schweizer Stauseen tragen wesentlich dazu bei, Strom vom Sommer in den Winter zu verlagern. Also in jene Zeit, wo von den jährlich durchschnittlichen 60 TWh Stromverbrauch in der Schweiz rund 57 Prozent (34 TWh) benötigt werden. ( Bild: Shutterstock)